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Das Buch "Entführung aus Liebe" ist eine Biographie aus dem Leben von Gerhard Möser. Es beschreibt die Höhen und Tiefen, die er in seinem Leben durchlebte, in allen Facetten und Zügen. Der Reinerlös dieses Buches wird der Errichtung eines Wachkoma-Sanatoriums in der Steiermark zugute kommen.

Jedes Menschenleben ist von verschiedenen Phasen geprägt. Dieses Buch beschreibt unter anderem, wie diese Phasen durch interne und auch externe Einflüsse geprägt, wenn nicht sogar gezeichnet werden. Der Autor selbst beschreibt in diesem Werk auch, wie er persönlich eine der größten Entführungen der 90er Jahre selbst erlebt hat.
 
Nachstehend finden Sie als Vorgeschmack die erste offizielle Leseprobe:

Die Höhen und Tiefen, wie sie durch den Versuch sie in dem Buch für den Leser nachempfindbar zu machen, beschrieben sind, handeln in einem Milieu, welches der Mehrheit der Menschen wahrscheinlich für immer unzugänglich bleibt. Dennoch soll dieses Werk mit einem kurzen Abriss meines Lebens nicht der Gloria und Selbstdarstellung dienen, sondern jedem Menschen, egal ob Mann oder Frau, eine bittersüße Warnung sein.Jedem von uns kann ohne bewusstem Verstehen in dieser oder ähnlicher Form die Zerstörung seiner Existenz, jener seiner engsten Freunde und Familie, und damit die gesellschaftliche Ausgrenzung widerfahren.

Die endlosen Nächte im Haftraum sind lediglich Bruchteile der Ewigkeit. Nur wer innehält und den Blick auf sie richtet, sieht den Atem der Welt wie eine Sternschnuppe vorüber huschen. Nur wer die Erinnerung an das Leben für die Ewigkeit retten will, brennt Augenblicke auf Bilder, welche dieses Leben überdauern. Zähigkeit, Geschick und Glück können dazu verhelfen, vieles vom Leben Erwartete auch tatsächlich zu bekommen. Ich habe viel gegeben - zweimal aber zuviel genommen. Dafür bezahlt zu haben, hat mich demütig gemacht. Demütig auch dafür, anderen meiner Mitmenschen wieder Mut zu geben.

Viele menschliche Fehler passieren, wenn man mit Blindheit geschlagen ist. Die Blindheit mit ihren Folgen ist eine harte Strafe. Es liegt an uns, die Blinden wieder zum Licht zu führen.
Die Freude, die Liebe, die Glückseligkeit, die Tragödie und der Schmerz in meinem Leben fließen wie das legierte Metall beim Guss einer Glocke, die mir auf dem Weg in die Ungewissheit meines Lebens voran läutet.

Ihr Gerhard Möser
Buchautor von "Entführung aus Liebe"

...... 25.Februar 1992, 15.00 Uhr

Es machte zweimal "Klick"! Das Geräusch von Handschellen - welches ich in den folgenden Stunden, Tagen, Monaten, ja vielen Jahren immer wieder hören würde ...! Ein Wagen hatte mit quietschenden Reifen unmittelbar neben mir gestoppt und eine männliche Stimme drang an mein Ohr: "Gerhard - we arrest you". Mit wenigen Schritten war der Mann neben mir, hielt mir den Ausweis der FBI-Agenten unter die Nase. Während mir der zweite herbeigeeilte Typ die Handschellen auf die Gelenke drückte, spürte ich einen messerscharfen Schmerz mein Herz durchbohren. Schwindelgefühl und die Angst, von den weichgewordenen Beinen nicht mehr getragen zu werden, war alles, was ich während der flüchtigen Leibesvisitation registrierte.
Das "Klick" der Handschellen sollte mich die nächsten Jahre meines Lebens begleiten. Erwischt, gefangen, eingesperrt. Immer wieder "Klick". Das kalte Metall auf meinen Handgelenken, bisher immer nur gefühlt im Räuber-und-Gendarm-Spiel mit meinem Sohn Sven, wurde zur Fessel meines Lebens. Von da an. Es war ein schwüler und bewölkter Tag gewesen in Miama, die Luft zum Schneiden, schwer, fett, heiß. Das Ralph-Lauren-Polo klebte längst an meinem Körper, als ich zum Appartement von Nancy hetzte. Sie war offensichtlich nicht da. Wie fast immer in den letzten Wochen. "Gerhard, ich brauche meine Privatsphäre", hatte sie gesagt und weg war der Eintritt zur Liebe meines Lebens. Ich kritzelte eine kurze Nachricht auf einen der Werbeprospekte, die vor der Tür lagen. Eine liebe Nachricht an sie und ein sogenanntes Frauenmagazin hatte ich hinterlegt. Sollte ich noch läuten? Nein, sinnlos. Dann wandte ich mich um, auf zum Weg ins Verderben. Langsam verließ ich den ersten Stock des Hauses in dem Nancy ihr Appartement hatte und spazierte den Weg zwischen einer Unzahl von kleinen, mehr oder weniger schmucken Häusern über das große Areal zurück. Es war ein ziemliches Luxusparadies, gesichert durch eine hohe Mauer aus Backsteinen und einem schweren schmiedeeisernen Tor, das auf Knopfdruck zur Seite glitt. Ich schob meine Magnetkarte ein, tippte den Code. Wenigstens den hatte mir Nancy noch gelassen. Nicht das Tor quietschte, es waren die Reifen eines rasend beschleunigenden Wagens. Wenige Augenblicke danach ließ ich mich auf den Rücksitz des BMW, den die Polizei eingesetzt hatte, fallen......
  
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